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	<title>Verschmelzungsbericht &#187; BGH</title>
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	<description>Wirtschaftsrecht von Prof. Dr. Olaf Müller-Michaels</description>
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		<title>Kein zeitanteiliger Ausgleichsanspruch nach Squeeze out</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 07:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Müller-Michaels</dc:creator>
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<li><a href='http://www.verschmelzungsbericht.de/2010/08/15/squeeze-out-abfindung-reloaded-2-0/' rel='bookmark' title='Squeeze-out Abfindung Reloaded 2.0'>Squeeze-out Abfindung Reloaded 2.0</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.verschmelzungsbericht.de/wp-content/uploads/20110718_MM_BB_2011_1744.pdf"><img class="alignleft size-medium wp-image-637" title="Müller-Michaels, BB 2011, 1744 - Kein zeitanteiliger Ausgleichsanspruch nach Squeeze-out" src="http://www.verschmelzungsbericht.de/wp-content/uploads/20110718_MM_BB_2011_1744_PIC-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Unter diesem Titel ist im Heft 29 des <a title="Betriebs-Berater" href="http://betriebs-berater.de/" target="_blank">Betriebs-Berater</a> vom 18. Juli 2011 ein Kommentar von mir zum jüngsten Wella-Urteil des BGH (<a title="BGH, Urt. v. 19.4.2011 - II ZR 237/09 - Wella" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=60a516158ccd5b88ac527c6bb07998ba&amp;nr=56432&amp;pos=1&amp;anz=3" target="_blank">Urt. v. 19.4.2011 — II ZR 237/09</a>) erschienen.</p>
<p>Der Bundesgerichtshof hat in diesem Urteil entschieden, dass ein Minderheitsaktionär keinen anteiligen Anspruch auf Zahlung des festen Ausgleichs für das Geschäftsjahr hat, in dem der Squeeze-out-Beschluss im Handelsregister eingetragen wird. Denn der Anspruch auf Ausgleichszahlung entsteht, so der BGH, nicht unterjährig, sondern erst mit dem Ende der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Etwaige Vermögensnachteile sind, so der BGH, mit der Squeeze-out-Abfindung abgegolten. Konkret konnte damit der klagende Wella-Aktionär für das Geschäftsjahr 1.7.2006 bis 30.6.2007 keine Ausgleichszahlung verlangen; der Squeeze out wurde am 12.11.2007 eingetragen, die ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr fand aber erst am 23.1.2008 statt.</p>
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<pre></pre>


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		<title>BGH stärkt Rechte von Wettbewerbern bei nicht angemeldeten Beihilfen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 11:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Müller-Michaels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In zwei Parallelverfahren hat der BGH heute über Klagen von Lufthansa und Air Berlin gegen die Flughäfen Frankfurt-Hahn und Lübeck entschieden (I ZR 213/08 — Flughafen Lübeck und I ZR 136/09 – Flughafen Frankfurt-Hahn, Pressemitteilung Nr. 28/11 vom 10. Februar 2011). In beiden Fällen ging es um Vergünstigungen, die die Flughäfen der britischen Billigfluglinie Ryanair [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In zwei Parallelverfahren hat der BGH heute über Klagen von Lufthansa und Air Berlin gegen die Flughäfen Frankfurt-Hahn und Lübeck entschieden (<a title="Urteil des I. Zivilsenats vom 10.2.2011 - I ZR 213/08" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2011&amp;Sort=3&amp;nr=55030&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf" target="_blank">I ZR 213/08 — Flughafen Lübeck</a> und <a title="Urteil des I. Zivilsenats vom 10.2.2011 - I ZR 136/09" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2011&amp;Sort=3&amp;nr=55031&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf" target="_blank">I ZR 136/09 – Flughafen Frankfurt-Hahn</a>, <a title="Klagen gegen Flughäfen Frankfurt-Hahn und Lübeck wegen Beihilfen an Ryanair müssen neu verhandelt werden " href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2011&amp;Sort=3&amp;nr=55029&amp;pos=0&amp;anz=28" target="_blank">Pressemitteilung Nr. 28/11 vom 10. Februar 2011</a>). In beiden Fällen ging es um Vergünstigungen, die die Flughäfen der britischen Billigfluglinie Ryanair gewährt hatten. Die Lufthansa verlangt Auskunft und Unterlassung mit der Begründung, bei den Vergünstigungen handele es sich um nicht angemeldete und damit europarechtlich unzulässige staatliche Beihilfen. Aufgrund der Beteiligungsverhältnisse sind beide Flughäfen staatliche Unternehmen, die dem europäischen Beihilfenrecht unterliegen.</p>
<p>Nach <a title="Art. 108 AEUV" href="http://dejure.org/gesetze/AEUV/108.html" target="_blank">Art. 108 Abs. 3 Satz 3 AEUV</a> darf eine Beihilfe nur gewährt werden, wenn die Kommission dies vorher gestattet hat (beihilferechtliches Durchführungsverbot). Da die Vergünstigungen noch nicht einmal bei der Europäischen Kommission angemeldet wurden, hatte diese sie auch nicht genehmigt. Für die Entscheidung des Falls kam es damit auf die Frage an, ob sich ein Wettbewerber in einem Zivilverfahren darauf berufen kann, dass einem anderen Unternehmen eine Beihilfe unter Verstoß gegen das Durchführungsverbot gewährt wurde. Diese Frage hatten die Vorinstanzen verneint. Damit kam es nicht mehr darauf an, ob die Vergünstigungen an Ryanair tatsächlich eine “Beihilfe” waren.</p>
<p>Das sieht der BGH anders. Das beihilferechtliche Durchführungsverbot des Art. 108 Abs. 3 Satz 3 AEUV ist, so der BGH, ein Schutzgesetz im Sinne von <a title="§ 823 - Schadensersatzpflicht" href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__823.html" target="_blank">§ 823 Abs. 2 BGB</a>, das auch im Interesse der Konkurrenten des Beihilfeempfängers besteht. Darüber hinaus ist es auch eine Marktverhaltensregelung i. S. des <a title="§ 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen" href="http://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__4.html" target="_blank">§ 4 Nr. 11 UWG</a>, so dass Verstöße gegen das Verbot wegen Rechtsbruchs unlauter sein können. Wer gegen das Durchführungsverbot verstößt, kann daher delikts– und wettbewerbsrechtlich auf Unterlassung, Auskunft, Beseitigung der Beeinträchtigung und Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Gewährt ein staatlicher Flughafen unter Verstoß gegen das Durchführungsverbot einer Fluggesellschaft Beihilfen, so können deren Konkurrenten ferner von dem Flughafen verlangen, die Beihilfe zurückzufordern. Das Berufungsgericht muss daher nunmehr prüfen, ob die Ryanair eingeräumten Konditionen staatliche Beihilfen sind, die der Kommission anzumelden waren. Dabei wird es, so der BGH, insbesondere darauf ankommen, ob die entsprechenden Handlungen des Flughafens dem Staat zurechenbar sind, ob andere Fluggesellschaften dieselben Konditionen wie Ryanair erhalten konnten oder ob sich der Flughafen wie ein privater Eigentümer verhalten hat. Mit diesem Grundsatzurteil verleiht der BGH dem europäischen Beihilfenrecht auch zivilrechtlich Zähne. Dadurch werden sich sicher viele weitere Unternehmen ermutigt sehen, bei staatlichen Vergünstigungen an ihre Wettbewerber den Rechtsweg zu beschreiten.</p>


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		<title>Squeeze-out Abfindung Reloaded</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 20:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Müller-Michaels</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aktionäre werden sich bald auf niedrigere Abfindungen bei Squeeze-outs und anderen Strukturmaßnahmen einstellen müssen. Der BGH hat mit Beschluss vom 19. Juli 2010 – II ZB 18/09 – “Stollwerck” (laut Pressemitteilung vom 27. Juli 2010) auf Vorlage mehrerer Oberlandesgerichte seine Rechtsprechung zum Referenzzeitraum für die Bestimmung der Squeeze-out Abfindung grundlegend geändert. Worum geht es? § 327a [...]


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<li><a href='http://www.verschmelzungsbericht.de/2010/08/15/squeeze-out-abfindung-reloaded-2-0/' rel='bookmark' title='Squeeze-out Abfindung Reloaded 2.0'>Squeeze-out Abfindung Reloaded 2.0</a></li>
<li><a href='http://www.verschmelzungsbericht.de/2011/07/22/kein-zeitanteiliger-ausgleichsanspruch-nach-squeeze-out/' rel='bookmark' title='Kein zeitanteiliger Ausgleichsanspruch nach Squeeze out'>Kein zeitanteiliger Ausgleichsanspruch nach Squeeze out</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aktionäre werden sich bald auf niedrigere Abfindungen bei Squeeze-outs und anderen Strukturmaßnahmen einstellen müssen. Der BGH hat mit <a title="BGH, Beschluss vom 19. Juli 2010 – II ZB 18/09 – &quot;STOLLWERCK&quot;" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&#038;Art=pm&#038;Datum=2010&#038;Sort=3&#038;nr=52840&#038;linked=bes&#038;Blank=1&#038;file=dokument.pdf" target="_blank">Beschluss vom 19. Juli 2010 – II ZB 18/09 – “Stollwerck”</a> (laut <a title="Pressemitteilung Nr. 157/10 vom 27.7.2010" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;Sort=3&amp;nr=52807&amp;pos=0&amp;anz=157" target="_blank">Pressemitteilung vom 27. Juli 2010</a>) auf Vorlage mehrerer Oberlandesgerichte seine Rechtsprechung zum Referenzzeitraum für die Bestimmung der Squeeze-out Abfindung grundlegend geändert. Worum geht es?</p>
<p><a title="§ 327a Übertragung von Aktien gegen Barabfindung" href="http://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__327a.html" target="_blank">§ 327a Abs. 1 AktG</a> erlaubt bei einer Beteiligung von 95% den Ausschluss von Minderheitsaktionären gegen eine “angemessene Abfindung”. Nach <a title="§ 327b Barabfindung" href="http://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__327b.html" target="_blank">§ 327b Abs. 1 Satz 1 AktG</a> muss die Barabfindung “die Verhältnisse der Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung ihrer Hauptversammlung berücksichtigen”. Im Anschluss an den <a title="BVerfG, 1 BvR 1613/94 vom 27.4.1999" href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs19990427_1bvr161394.html" target="blank_"> DAT/Altana Beschluss</a> des BVerfG hatte der BGH im Jahr 2001 <a title="BGH, Urteil v. 12.3.2001 - II ZB 15/00" href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=6cd58bd1be9b82aa53ded77ba6358547&amp;client=%5B%27%5B%5C%27%5B%22%5B%5C%27%2C+%5C%27%5B%22%5B%5C%27%5D%27%2C+%27%5B%5C%27%5B%22%5B%5C%27%2C+%5C%27%5B%22%5B%5C%27%5D%27%5D&amp;client=%5B%27%5B%5C%27%5B%22%5B%5C%27%2C+%5C%27%5B%22%5B%5C%27%5D%27%2C+%27%5B%5C%27%5B%22%5B%5C%27%2C+%5C%27%5B%22%5B%5C%27%5D%27%5D&amp;nr=20030&amp;pos=10&amp;anz=12">in gleicher Sache</a> entschieden, dass Untergrenze für die Barabfindung der durchschnittliche Börsenkurs der letzten drei Monate <em>vor der Hauptversammlung </em>ist, die über die abfindungspflichtige Maßnahme beschließt.</p>
<p>﻿Dieser Stichtag führt zu zwei gravierenden Problemen:</p>
<ul>
<li>Die Maßnahme muss lange vor der Hauptversammlung angekündigt werden. Spätestens wenn die vorgesehene Abfindung bekannt gemacht wird, wird der Kurs von Abfindungsspekulationen bestimmt. Die Abfindung wird damit von einem Börsenkurs abhängig gemacht, der sich seinerseits nach der Höhe der angebotenen Abfindung entwickelt.</li>
<li>Zur Einberufung der Hauptversammlung, also ungefähr sechs Wochen vor dem Stichtag, muss ein Bericht vorgelegt werden, in dem unter anderem die Angemessenheit der Barabfindung erläutert und begründet wird (<a title="§ 327c Vorbereitung der Hauptversammlung" href="http://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__327c.html" target="blank_">§ 327c Abs. 2 Satz 1 AktG</a> für den Squeeze-out). Wie aber soll das gehen, wenn der als Untergrenze relevante Börsenkurs erst am Tag der Hauptversammlung feststeht?</li>
</ul>
<p>In Übereinstimmung mit großen Teilen der rechtswissenschaftlichen Literatur hat erstmals im Jahr 2007 das <a title="OLG Stuttgart, Beschluss vom 16.02.2007, Az. 20 W 6/06" href="http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&amp;GerichtAuswahl=OLG+Stuttgart&amp;Art=en&amp;Datum=2007&amp;nr=7956&amp;pos=2&amp;anz=18" target="blank_">OLG Stuttgart</a> diese Auslegung abgelehnt (siehe “<a title="Umbruch bei Squeeze-out Abfindung?" href="http://www.verschmelzungsbericht.de/2007/02/25/neues-zur-squeeze-out-abfindung/" target="_blank">Umbruch bei Squeeze-out Abfindung?</a>”). Nach dessen Meinung ist der nach Umsätzen gewichtete Durchschnittskurs in einem Referenzzeitraum von drei Monaten <em>vor Bekanntgabe der Maßnahme</em> zugrunde zu legen. Dem hatten sich danach auch die OLG in Frankfurt und Düsseldorf angeschlossen.</p>
<p>Durch das Abstellen auf einen Zeitraum vor Bekanntwerden der Maßnahmen bekommt man einen “spekulationsfreien” Durchschnittskurs. Dafür spricht auch die entsprechende Rechtslage bei Übernahme– und Pflichtangeboten. Denn auch nach <a href="http://bundesrecht.juris.de/wp_g/__31.html">§ 31 Abs. 1, Abs. 7 WpÜG</a> in Verbindung mit § 5 <a href="http://www.bafin.de/verordnungen/wpueg_angebotsvo.htm">WpÜG-Angebotsverordnung</a> muss die Gegenleistung mindestens dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs während der letzten drei Monate vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe des Angebots (Übernahmeangebote) oder des Kontrollwechsels (Pflichtangebote) entsprechen. Schließlich hatte auch das BVerfG in einem <a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20061129_1bvr070403.html">Beschluss aus dem Jahr 2006</a> festgestellt, es sprächen “gute Gründe für die im Schrifttum geäußerte Ansicht …, wonach auf einen Durchschnittskurs im Vorfeld der Bekanntgabe der Eingliederungsmaßnahme zurückzugreifen ist.”</p>
<p>Dem ist der BGH nunmehr gefolgt. Der Zeitraum der letzten drei Monate vor der Bekanntgabe sei, so der BGH, besser geeignet, den Verkehrswert der Aktie zu ermitteln, als ein mit dem Tag der Hauptversammlung endender Referenzzeitraum. Im konkreten Fall stand der BGH allerdings vor dem Sonderproblem, dass die Maßnahme bereits neun Monate vor der Hauptversammlung bekannt gegeben wurde. Dies soll dadurch verhindert werden, dass der Börsenwert entsprechend der allgemeinen oder branchentypischen Wertentwicklung unter Berücksichtigung der seitherigen Kursentwicklung hochgerechnet wird.</p>
<p>In jedem Fall gilt: Durch das Ausblenden von Abfindungsspekulationen wird die Abfindung im Regelfall deutlich niedriger als bei Berücksichtigung des Zeitraums nach Bekanntwerden der Maßnahme ausfallen. Die Entscheidung hat nicht nur Bedeutung für den Squeeze-out, sondern auch für andere Strukturmaßnahmen mit Pflicht zur Barabfindung wie etwa Beherrschungs– und Gewinnabführungsverträge (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__305.html">§ 305 AktG</a>) und Eingliederungen (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__320b.html">§ 320b AktG</a>).</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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