BGH schränkt Vertrauensschutz eintretender BGB-Gesellschafter vor Altschulden ein

Der für das Gesellschaftsrecht zuständige II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat mit seinem gestern veröffentlichten Urteil vom 12. Dezember 2005 (BGH, Urt. v. 12. Dezember 2005 – II ZR 283/03) die Haftungsverfassung der BGB-Gesellschaft weiter verschärft. Ein BGB-Gesellschafter haftet analog § 130 HGB auch für vor seinem Eintritt begründete Altverbindlichkeiten der Gesellschaft. Damit wird das entsprechende Grundsatzurteil, mit dem der BGH (BGH, Urt. v. 7. April 2003 – II ZR 56/02 = BGHZ 154, 370) die zuvor geltende Doppelverpflichtungstheorie aufgegeben hat, bestätigt. In der letzteren Entscheidung hatte der BGH jedoch dem eintretenden Gesellschafter wegen der Rechtsprechungsänderung Vertrauensschutz gewährt und eine Haftung daher abgelehnt. Dieser Vertrauensschutz wird nun eingeschränkt. Wer bestehende Altverbindlichkeiten im Beitrittszeitpunkt kennt oder bei geringer Aufmerksamkeit hätte erkennen können, haftet auch für Altverbindlichkeiten, wenn er vor der Publikation der Rechtsprechungsänderung vom 7. April 2003 der Gesellschaft beigetreten ist.

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Is 37signals The New Google?

Und noch ein Artikel zum Thema Web 2.0: InformationWeek Weblog: Is 37signals The New Google?

37signals stellt auf seinen Servern einige der besten Web 2.0 Anwendungen zur Verfügung, darunter Basecamp (Webbasiertes Projektmanagement), das auch in dem Buch Mac professionell – für Freiberufler und Selbständige von Hans Dorsch empfohlen wird. Das Buch lese ich gerade, ist wirklich nützlich.

Jedenfalls sollte man die Company im Auge behalten. Ein Börsengang könnte eine gute Chance sein …, wenn sie nicht zuvor von Microsoft gekauft werden.

Best of Web 2.0

Bei Dion Hinchcliffe’s Web 2.0 Blog findet sich eine hervorragende Übersicht über die beste Web 2.0 Software des Jahres 2005. Dieses Posting schreibe ich mit dem Web Word Processor Writely, der dort empfohlen wird. So langsam kann ich verstehen, warum um Web 2.0 so ein Hype veranstaltet wird. Unsere Arbeitsweise wird sich noch einmal stark verändern, hin zu einer noch engeren Vernetzung. Projekte werden im Netz erstellt und bearbeitet. Bei Wikipedia findet sich folgende Definition von Web 2.0:

Web 2.0 beschreibt die aktuelle Transformation des World Wide Web, von einer Sammlung von Webseiten zu einer vollständigen Computerplattform, welche Webanwendungen für den Benutzer bereitstellt. Die Befürworter dieses Ansatzes erwarten, dass ein ultimatives Web 2.0 viele Anwendungen eines normalen Arbeitsplatz-Computer ersetzen wird.

Das hört sich sehr abstrakt an. Es wird aber sofort klar, wenn man eines der Programme benutzt, die zur besten Web 2.0 Software gekührt wurden.