Präsentieren wie Steve Jobs

Business Week Online hat einen interessanten Artikel (besprochen bei Presentation Zen) über die Präsentationstechnik von Steve Jobs veröffentlicht. Der Apple CEO schafft es immer wieder, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen und gleichzeitig die Produktverkäufe anzukurbeln. Carmine Gallo, der Autor des BW Online Artikels und Präsentationscoach, hält folgende Faktoren für entscheidend:

  1. Verkaufe den Vorteil: Stelle nicht das Produkt oder eine abstrakte Frage oder Lösung dar. Zeige, was die Vorteile des Produkts sind. Was konkret können die Adressaten der Präsentation mit den Informationen anfangen?
  2. Üben, üben und noch einmal üben: Der Eindruck von Spontanität verlangt Übung. Überzeugend kann man nur präsentieren, wenn man den Gegenstand des Vortrags sicher beherrscht. Nur dann kann man sich auf die Kommunikation mit seinen Zuhörern konzentrieren.
  3. Visualisiere Deine Botschaft: Die Slides müssen einfach und bildhaft sein. Nur wenige Bullet-Punkte; besser noch grafische Darstellungen.
  4. Zeige Leidenschaft, Energie und Enthusiasmus: Man ist nur glaubhaft, wenn man selbst an das glaubt, was man vorträgt. Die Begeisterung für das eigene Produkt, für das, was man zu sagen hat, steckt an.
  5. Da war noch etwas …: Nach dem offiziellen Ende der Präsentation muss noch ein weiteres Highlight folgen. Der Aufbau der Präsentation ist immer gleich: Starke Eröffnung – Produktpräsentation – Starkes Ende – Zugabe („da war doch noch etwas“).

Hier findet sich noch ein Beitrag zum gleichen Thema von Guy Kawasaki.

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Goodwill von Start-Ups

Börsen-Zeitung, 12. April 2006, S.12

Nachtrag: Der Artikel ist in der Börsen-Zeitung vom 12. April 2006 veröffentlicht worden und kann durch Klick auf das Bild links herunter geladen werden.

Der BGH hat mit seinem am 28. März 2006 veröffentlichten Urteil vom 16. Januar 2006 (II ZR 65/04) eine weitreichende Entscheidung zur rechtlichen Relevanz von Goodwill gefällt. Ein Goodwill darf danach nur dann bei der Unternehmensbewertung berücksichtigt werden, wenn es sich um ein

nach anerkannten Grundsätzen der Betriebswirtschaftslehre bewertungsfähiges, strukturiertes und in das Marktgeschehen integriertes Unternehmen

handelt. Eine Sonderbehandlung von Start-Up Unternehmen lehnt der BGH ausdrücklich ab.

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Unternehmensgründung in einer Woche

Der Europäische Rat hat bei seinem Treffen am 23. und 24. März die Bedeutung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) für die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt betont. Ein Schwerpunkt soll der Bürokratieabbau sein. In den Schlussfolgerungen der EU Präsidentschaft heisst es:

29. […] The principle of „think small first“ must be applied systematically and become a guiding principle for all relevant legislation at Community and national levels. […]

30. The Member States should establish, by 2007, a one-stop-shop, or arrangements with equivalent effect, for setting up a company in a quick and simple way. Member States should take adequate measures to considerably reduce the average time for setting up a business, especially an SME, with the objective of being able to do this within one week anywhere in the EU by the end of 2007.
Start-up fees should be as low as possible and the recruitment of a first employee should not involve more than one public administration point.

Das wäre wirklich eine Revolution, wenn man in Deutschland eine Gesellschaft mit allen Genehmigungen und der Anstellung eines Mitarbeiters innerhalb einer Woche bei einem zentralen Ansprechpartner gründen könnte.

Der Abbau bürokratischer Auflagen kostet den Staat kein Geld. Nach Berechnungen des Instituts der Wirtschaft (IW) würde ein durchgreifender Bürokratieabbau innerhalb dieser Legislaturperiode ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erzeugen (Quelle: Wirtschaftswoche, 27.3.2006, Seite 47). Bürokratieabbau ist also gerade bei einer angespannten Haushaltslage der richtige Weg zu mehr wirtschaftlicher Dynamik und Arbeitsplätzen.

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Getting Real

37signals, das Unternehmen, das unter anderem die Kollaborations-Software „Basecamp“ und das Framework für Web-Applikationen „Ruby on Rails“ geschaffen hat, hat heute ein Buch veröffentlicht: Getting Real.

Das Buch vereint eine Sammlung von Essays. Das erste Essay erklärt den Titel des Buchs:

Getting Real is about skipping all the stuff that represents real (charts, graphs, boxes, arrows, schematics, wirefames, etc.) and actually building the real thing.

Das Buch richtet sich nicht nur an Entwickler von Software:

While this book’s emphasis is on building a web app, a lot of these ideas are applicable to non-software activities too. The suggestions about small teams, rapid prototyping, expecting iterations, and many others presented here can serve as a guide whether you’re starting a business, writing a book, designing a web site, recording an album, or doing a variety of other endeavors. Once you start Getting Real in one area of your life, you’ll see how these concepts can apply to a wide range of activities.

Ich habe erst das erste Essay gelesen. Allein das gefällt mir so gut, dass ich weiter lesen werde. Gespannt bin ich auf die Denkanstöße für juristische Produkte. Programmieren und das Verfassen von Verträgen und Schriftsätzen ähneln sich nämlich; beide verwenden „Kunstsprachen“.

Nachtrag (8. März): Ich habe das Buch gestern abend zu Ende gelesen. So kurz und gut formulierte Beobachtungen zu den die Produktivität beeinflussenden Faktoren traut man Programmierern gar nicht zu. Hut ab. Die Kernbotschaft: „Keep it small and simple!“; folge nicht dem „Wettrüsten“ um immer mehr Funktionen, sondern im Gegenteil reduziere Dein Produkt auf das Wesentliche. Eine kurzweilige und lehrreiche Lektüre, die ich uneingeschränkt weiter empfehle.

Nachtrag 2 (20. März): „37signals : Programming at Warp Speed“ lautet der Titel eines Artikels in der Business Week vom 27. März 2006 über 37signals. Er ist Teil der Cover Story „Speed Demons„.

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brand eins: Schwerpunkt Kapitalismus

Das März Heft des Wirtschaftsmagazins brand eins enthält als Schwerpunkt das Thema „Kapitalismus“. Nachdem ich am Wochenende einige der Artikel gelesen habe, kann ich die Lektüre nur weiterempfehlen. Der Einführungsartikel ist hier im Volltext verfügbar.

Im Kern beschäftigen sich alle Artikel mit der These, dass ein reiner „Finanzmarkt-Kapitalismus“ negative gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen hat. Unter „Finanzmarkt-Kapitalismus“ wird der Handel mit Geld und Unternehmen um des Geldes willen verstanden. Da sind sie wieder, die „Raubtiere“ und „Heuschrecken“. Dagegen wird der Kapitalismus als Austausch von Gütern und Dienstleistungen positiv bewertet.

Dieses Leitmotiv wird von mehrern Seiten beleuchtet, wenn auch nicht zwingend begründet. In jedem Fall aber ein interessanter Anstoß, sich selbst Gedanken zu machen.

Einmal um's Blog

Gestern war sie nun, die erste Handelsblatt Weblog Lesung in der Lichtburg in Düsseldorf. Aus meiner Sicht ein voller Erfolg.

Die gelesenen Texte waren durchweg sehr private Einblicke in den Alltag der Autoren. Ich hatte eigentlich etwas mehr „öffentliches“ im Stil der von Thomas Knüwer verfassten „Blogonovela“ über die „kleine PR-Agentur am Rande der Stadt“ erwartet. IT-Themen kamen gar nicht vor. Gestört hat mich das am Ende nicht, aber mit Blick auf die offensichtlich stark vertretene IT-Szene doch etwas überrascht. Einen Podcast der Veranstaltung wird das Handelsblatt in mehreren Etappen hier veröffentlichen.

Von den organisatorischen Schwierigkeiten, die Thomas Knüwer in seinem Blog erwähnt, habe ich nichts bemerkt. Vielen Dank an Thomas Knüwer und das Team vom Handelsblatt! ich freue mich schon auf die hoffentlich bald statt findende nächste Lesung.

Weniger Hürden bei grenzüberschreitenden Fusionen

Deutsche Kapitalgesellschaften werden künftig leichter über die Grenzen hinweg mit anderen Unternehmen aus der Europäischen Union fusionieren können. Das Bundesministerium der Justiz hat am letzten Freitag den Referentenentwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Umwandlungsgesetzes zur Stellungnahme an die Länder und die beteiligten Kreise versandt (Quelle: Pressemitteilung des BMJ vom 17. Februar 2006).

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Sudoku

Irgendwie ist da wohl etwas an mir vorbei gegangen, aber ich bin erst letzte Woche auf Sudoku aufmerksam geworden. Ich wartete abends am Frankfurter Hbf auf meinen Zug nach Düsseldorf, und die Bahnhofsbuchhandlung hatte ein ganzes Fenster voll mit Büchern über „Sudoku“. Da konnte ich nicht anders und habe mir eines der Bücher gekauft, ein Tb aus dem Fischer Verlag mit den Logos von Zeit und Handelsblatt: Sudoku. Dann musste es ja wohl interessant sein. Leider hatte ich auf der Zugfahrt noch keine Zeit, mich mit dem Buch zu beschäftigen. Dies folgte dann an den nächsten Abenden.

Sudoku ist ein Zahlenrätsel. Es besteht aus einem Quadrat, das aus neun kleinen Quadraten mit je neun Feldern besteht. Jede Zahl von 1-9 darf in jeder Reihe, jeder Spalte und in jedem kleinen Quadrat nur einmal vorkommen.

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