Unternehmensgründung in einer Woche

Der Europäische Rat hat bei seinem Treffen am 23. und 24. März die Bedeutung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) für die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt betont. Ein Schwerpunkt soll der Bürokratieabbau sein. In den Schlussfolgerungen der EU Präsidentschaft heisst es:

29. […] The principle of „think small first“ must be applied systematically and become a guiding principle for all relevant legislation at Community and national levels. […]

30. The Member States should establish, by 2007, a one-stop-shop, or arrangements with equivalent effect, for setting up a company in a quick and simple way. Member States should take adequate measures to considerably reduce the average time for setting up a business, especially an SME, with the objective of being able to do this within one week anywhere in the EU by the end of 2007.
Start-up fees should be as low as possible and the recruitment of a first employee should not involve more than one public administration point.

Das wäre wirklich eine Revolution, wenn man in Deutschland eine Gesellschaft mit allen Genehmigungen und der Anstellung eines Mitarbeiters innerhalb einer Woche bei einem zentralen Ansprechpartner gründen könnte.

Der Abbau bürokratischer Auflagen kostet den Staat kein Geld. Nach Berechnungen des Instituts der Wirtschaft (IW) würde ein durchgreifender Bürokratieabbau innerhalb dieser Legislaturperiode ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erzeugen (Quelle: Wirtschaftswoche, 27.3.2006, Seite 47). Bürokratieabbau ist also gerade bei einer angespannten Haushaltslage der richtige Weg zu mehr wirtschaftlicher Dynamik und Arbeitsplätzen.

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